Bildungsstätte Alte Schule Anspach

Eine engagierte regionale Jugendarbeit sowie kulturelle und politische Jugendbildung gehören zum Kern der Aufgaben. In den 80er Jahren wuchs die Erkenntnis, dass Jugendliche in Zeiten zunehmender Jugendarbeitslosigkeit auch Unterstützung bei Problemen mit Ausbildung und Beruf sowie bei Fragen ihrer Lebensbewältigung benötigen. So sind Bildungs-, Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebote für Jugendliche ohne Arbeit oder Ausbildung zu einem Schwerpunkt der Arbeit geworden.

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Zielgruppen und Ziele

Unsere Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus unterschiedlichen kulturellen und sozialen Milieus, besonders auch solche mit individuellen oder sozialen Benachteiligungen.

Unser wesentliches Ziel ist es, diese jungen Menschen bei ihren Suchbewegungen in unserer Kultur zu unterstützen. Sie sollen dazu befähigt werden, eigene Ziele und Positionen zu entwickeln und im Respekt gegenüber ihrer sozialen und natürlichen Umwelt demokratisch zu vertreten. Dabei nehmen wir die je nach sozialem Geschlecht (Gender), Herkunft oder Bildung unterschiedlichen Ausgangsbedingungen und Lebenssituationen der Jugendlichen in den Blick.

Besonders bei benachteiligten jungen Menschen wollen wir Persönlichkeit und Motivation stabilisieren, sie in ihrer Lebensplanung unterstützen und ihre Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe verbessern. Wir knüpfen dabei an den Stärken der Jugendlichen, ihren Fähigkeiten und ihrem Wissenstand an; wir wollen sie zur Auseinandersetzung mit Neuem ermuntern, Toleranz fördern und zu solidarischem Handeln anregen.

Ein Teil unserer Angebote richtet sich darüber hinaus an Multiplikator(inn)en, die sich mit unseren Zielgruppen beschäftigen. Fragestellungen, Erfahrungen und Erkenntnisse aus unserer Arbeit geben wir auf Seminaren und Fachtagungen weiter.

Wir sehen uns in der Tradition der selbstverwalteten Betriebe; unsere Organisationsprinzipien beruhen auf Partizipation und Konsenskultur. Im Hinblick auf unsere innere Struktur und Verfasstheit folgt daraus:

  • eine Selbstverpflichtung aller in der basa Beschäftigten dazu, Verantwortung für die eigene Arbeit und für die basa insgesamt zu übernehmen,
  • Sorge zu tragen für den Erhalt des Vereins und der Arbeitsplätze; darüber hinaus sind wir bemüht, alle Mitarbeiter(innen) bei der Entwicklung ihrer beruflichen Perspektiven zu unterstützen,
  • unsere Diskussions- und Entscheidungskultur auf Konsens auszurichten mit dem Ziel, die Inhalte von Minderheitspositionen weiter zu berücksichtigen,
  • Geschlechtergerechtigkeit als Querschnittsaufgabe in den beruflichen Alltag zu integrieren,
  • offen zu sein für neue Ideen und die Weiterentwicklung unserer Arbeit in thematischer wie organisatorischer Hinsicht.

Politische Bildung

Eine wichtige Säule der Arbeit der basa bilden die Veranstaltungen der politischen und kulturellen (Jugend-)Bildung. Mit unserer kritischen politischen Bildungsarbeit wirken wir darauf hin, insbesondere junge Menschen bei ihren Suchbewegungen in unserer Gesellschaft zu unterstützen, sie zur Selbstorganisation zu befähigen und in ihrer Kompetenz zu stärken an der Gesellschaft politisch und sozial teilzuhaben. Die Bildungsangebote richten sich sowohl an Jugendliche, junge Erwachsene und Schulklassen, als auch an MultiplikatorInnen, LehrerInnen und PädagogInnen.

Beratung und Qualifizierung

Unsere derzeitigen Angebote für junge Menschen im Hochtaunuskreis, die aus der Schule herauszufallen drohen und/oder Probleme im Über­gang Schule-Beruf haben.

Derzeit arbeiten wir an drei Standorten im Hochtaunuskreis: In Anspach sowie Usingen (Beschäftigung und Qualifizierung für Jugendliche: Projekt Sprungbrett)  und in Friedrichsdorf (Jugendberufsagentur), außerdem an Schulen in Usingen, Friedrichsdorf, Königstein, Neu-Anspach, Oberursel und Oberursel-Stierstadt.

Café Hartel

Im Projekt FAIRWÄRTS betreiben jeweils zehn Jugendliche ein Café und lernen dort alle Arbeitsschritte in der Gastronomie kennen. Sie bereiten ein leckeres Mittagessen, backen Kuchen und erstellen aus überzähligen Lebensmitteln von Supermärkten haltbare Produkte für die TAFEL wie Marmeladen, Gelees, Chutneys. Dabei wird großen Wert gelegt auf Frische und Vermeidung künstlicher Zusatzstoffe. Auch Veganer(innen) und Allergiker(innen) finden hier ein wechselndes Angebot an Speisen. Die Zusammenarbeit zwischen einheimischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund und jungen Flüchtlingen ist dabei ein Kernstück des Projekts.